Hier wird nicht gestorben, koste es was es wolle!



Es ist schlimm von einem geliebten Menschen Abschied nehmen zu müssen. Es ist tragisch, wenn jemand viel zu früh aus dem Leben gerissen wird und ein riesiges Loch bei den Hinterbliebenen hinterlässt. Es ist traurig, wenn man von einem Todesfall in seinem näheren Umfeld erfährt.

All dies ist schlimm und macht einem traurig und doch kann man es nicht immer verhindern denn, irgendwann werden wir alle gehen. Keiner überlebt dieses Leben hier. Tatsache ist schlicht und einfach: Das Leben ist endlich und der Tod gehört zum Leben mit dazu.

Ja ich weiss, dass Du das nicht gerne liest, weil Dir gerade jetzt wieder bewusst wird, dass Du nicht ewig hier sein wirst. Ich finde das auch nicht immer prickelnd aber hey, so sind die Spielregeln…

Ich verstehe es – und es ist zutiefst menschlich – dass wir Leben retten wollen. Aber ich frage mich auch, zu welchem Preis wir das Versuchen. Und sobald ich die Frage der Verhältnismässigkeit in den Raum stelle sind gewisse Menschen sehr empört. Sie bezeichnen mich als unsolidarisch, unmoralisch und teils gar als herzlos. Denn sie haben sich die "Solidarität" ganz gross auf die Fahne geschrieben.


Es ist jetzt solidarisch sich zu Hause einzuschliessen und kaum noch soziale Kontakte zu pflegen. Wir nehmen Rücksicht auf andere.


Es ist solidarisch alles und jeden weg zu sperren der nicht bei drei auf den Bäumen ist, denn wir meinen es ja gut mit den älteren Menschen und wollen sie ja nur schützen.


Es ist Nächstenliebe, dass wir eine Maske tragen, wenn wir uns draussen bewegen denn wir wollen ja die anderen schützen. Auch wenn wir gesund sind und uns davon schwindlig oder übel wird.


All diese Einschränkungen in Wirtschaft, Kultur, Sozial- und Familienleben nehmen wir solidarisch in Kauf denn das Motto lautet: Es darf hier nicht gestorben werden! Koste es was es wolle!

Wenn dem also so ist und wir tatsächlich, um jeden Preis jedes Leben zu erhalten versuchen, schauen wir mal, was wir noch alles dazu beitragen könnten... Es sterben jährlich in der Schweiz:

420 Menschen an Leberkrankheiten

Geeignete Massnahme: Alkoholische Getränke werden ab sofort verboten, sowohl in Geschäften wie auch für den privaten Konsum.

1'000 Suizide pro Jahr

Geeignete Massnahme: Die gesunde und seelisch- geistige Ausgeglichenheit wird zur Pflicht. Wöchentliche Meditationen und Atemübungen sowie regelmässige psychologische Überprüfungen werden für alle eingeführt.

1’300 Menschen sterben an Diabetes:

Geeignete Massnahme: Gesüsste Lebensmittel und Zucker werden ab sofort verboten. Verordnung täglicher Bewegung und Gesundheitsprophylaxe.

2'500 Menschen sterben bei Verkehrsunfällen

Geeignete Massnahme: Der private Verkehr wird eingestellt. Jegliche Fortbewegungsmittel die schneller als sagen wir mal 10 km/h fahren werden verboten. Lediglich das langsame Fahrradfahren oder schnelles gehen ist noch erlaubt.

4’600 Menschen sterben an Lungenkrankheiten:

Geeignete Massnahme: Sofort der ganze Tabak aus den Geschäften und rauchen wird ab sofort unter Strafe gestellt.

21'000 Menschen sterben an Herz- Kreislaufkrankheiten.

Geeignete Massnahme: Es wird gesunde Ernährung und Sport für jeden verordnet. Täglich 15'000 Schritte, 2l Wasser und genügend Schlaf. Vor dem Betreten jedes Geschäfts, Lokals, etc. müssen 20 Liegestütze gemacht werden.

Täglich sterben auf der ganzen Welt ca. 9'800 Kinder unter fünf Jahren an Hunger!

Bis jetzt getroffene Massnahmen: Keine relevanten

Von all diesen Massnahmen sehe ich aber nichts. Ich sehe auch keine Berge von Toten, eigentlich nicht mal viele erkrankte, aber dass ist nur meine sehr subjektive Wahrnehmung. Was ich allerdings immer mehr und immer krasser sehe und erfahre ist folgendes:

Es bricht mir das Herz, wenn ich sehe, wie allen Menschen immer mehr von ihrem Leben, ihrer Freude und ihrer Freiheit weggenommen wird und das was wir hier seit fast 9 Monaten haben, hat mit Leben immer weniger zu tun…


  • Ich sehe Menschen, die sich nicht mehr aus dem Haus trauen! Seit Monaten sich zu Hause isolieren und emotional und geistig langsam, aber sicher verkümmern!


  • Ich erlebe Eltern, die körperlich und psychisch am Ende sind, weil sie seit knapp 9 Monaten versuchen Job, Privat- und Familienleben unter einen Hut zu kriegen. Mütter, die im Homeoffice bis spät in die Nacht arbeiten müssen, weil sie tagsüber den Haushalt erledigen, das Kleinkind bespassen und die zwei schulpflichtigen noch unterrichten mussten!


  • Ich sehe alleinerziehende Mütter die wegen eines «Kollateralschadens» dieser Massnahmen ihren Job verloren haben und die kaum wissen, woher sie nächsten Monat das Geld fürs Essen nehmen sollen!


  • Ich sehe Menschen, die mit Leidenschaft und Erfolg ihr eigenes Geschäft aufgebaut haben, zum Teil seit Jahrzehnten erfolgreich. Viele dieser Menschen stehen vor dem absoluten Ruin! Sie müssen ihren Mitarbeitern – die sie seit 10 Jahren beschäftigen – künden und ihr Lebenswerk begraben!


  • Ich sehe Menschen mit Beeinträchtigungen, die nicht allen Massnahmen gerecht werden können. Dafür werden sie angefeindet, beleidigt und teils sogar physisch angegangen!


  • Ich sehe eigentlich gesunde Menschen denen die vergangenen 9 Monate - die Situation und insbesondere die Massnahmen - dermassen zu schaffen machen, dass sie nun mit psychischen Problemen und depressiven Erkrankungen in Behandlung müssen.


  • Ich sehe ältere Menschen die vor Trauer und Einsamkeit elend und schleichend das Leben verlieren. Die wurden nicht gefragt ob sie eingesperrt und isoliert werden wollen.

  • Ich sehe kleine Kinder an der Hand ihrer Mutter durch die Läden gehen, mit verängstigtem Blick schaut sie in all die vermummten Gesichter. Leise und ängstlich fragt sie ihre Mutter: «Mama, warum sind denn jetzt alle Menschen gefährlich?»


  • Ich erlebe Kinder und Jugendliche, die über Kopfschmerzen und Schwindel klagen, weil sie stundenlang mit Maske im Unterricht sitzen müssen.


  • Ich sehe Kinder und Erwachsene, die trotz eines Arztzeugnisses unterwegs eine Maske anziehen, weil sie sich vor den Reaktionen und Äusserungen ihrer Mitmenschen fürchten!

Jetzt soll mir noch mal einer sagen, dass das «solidarisch» sei…

Und so stellt sich mir nach wie vor die Frage, ob es gerechtfertigt ist dem Grossteil der Menschen ihre Freude, ihre Freiheit, körperliche Nähe und den Kindern ihre Unbeschwertheit zu rauben!

Sind es wirklich nur die Anzahl Jahre die ein Leben lebenswert machen? Ist der grösste Sinn im Leben solange wie nur irgend möglich hier zu sein, egal unter welchen Bedingungen?

Oder geht es nicht viel mehr um den Inhalt dieses Lebens? Um die schönen und auch schmerzhaften Erfahrungen, die freudigsten Momente, das Zusammensein mit Freunden und Familie, dass ein Leben lebenswert macht?



Und an all jene die mir vorwerfen unsolidarisch und egoistisch zu sein. An jene die mich als Verschwöhrungsspinner, Nazi oder sonst was beleidigen. Solange Du noch:

- Auto fährst

- Dich ungesund ernährst

- Alkohol oder Tabak konsumierst

- Nicht täglich Deine 15’00 Schritte machst

- Lebensmittel weg wirfst und verschwendest

- Andere Menschen schlecht machst, diffamierst und beleidigst (Suizidrate)

Hör mir auf mit Deiner moralischen Leier und lass mich in Frieden – egal ob mit oder ohne Maske!

Und nur damit Du das mal begreifst: Ich wasche und desinfiziere mir regelmässig die Hände. Ich halte Abstand zu anderen und beschränke meine Kontakte auf ein Minimum. Ich sitze im Homeoffice und muss jetzt die geplanten Kurse wieder absagen resp. online planen. Ich halte mich an all die Massnahmen, das einzige was ich im Gegensatz zu Dir auch noch mache ist: Ich denke selbständig und ich stelle ein paar Fragen zur Verhältnismässigkeit von dem ganzen Kasperlitheater das wir hier veranstalten!

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