Zurück zur alten Normalität? NEIN Danke!


Ich höre in meinem Umfeld immer wieder mal den Satz - so oder so ähnlich - dass man sich die «alte Normalität» sehnlichst zurückwünscht. Diese Aussage macht mich immer wieder stutzig…


Bereits vor über zehn Jahren spürte ich, dass in unser aller Leben, irgendetwas seltsam lief. Ich konnte es aber lange nicht konkreter definieren. Ich fühlte einfach, dass in diesem Spiel, dass wir Leben nennen, irgendetwas nicht stimmte.


Erst in den letzten Jahren wurde dieses Gefühl intensiver und greifbarer. Inzwischen liegt es völlig klar und deutlich vor mir und auf den Wunsch, die «alte Normalität» zurück zu bekommen sage ich ganz klar: NEIN. Ich will auf gar keinen Fall genau dahin zurück, wo wir vor Covid waren! Denn bereits seit Jahrzehnten (wenn nicht Jahrhunderten) laufen wir zielstrebig in eine Richtung, die mit «Mensch sein» immer weniger zu tun hat.


Im Politsystem in dem Politiker dem Volk dienen sollen, geht es ja schon längst nicht mehr um das Volk – geschweige denn um die Menschen, die dieses Volk bilden. Es geht um Lobbyismus, um Macht und um Geld. Wir dürfen alle paar Jahre irgendwo ein Kreuzchen machen, das Spiel läuft genau gleich weiter und wir können wieder zurück an die Arbeit. Verändern tut sich nichts, und selbst wenn dann bestimmt nicht zum besseren für die Menschen.


In unserem Arbeitssystem ist der Mensch auch schon längst überflüssig geworden. Dort gibt es nur noch Lemminge die täglich den gleichen Einheitsbrei erledigen, für einen Lohn, der kaum noch zum Leben reicht. Man wird ausgenommen bis man physisch oder psychisch ausgelaugt ist. Dann wirst Du aussortiert und der nächste Lemming nimmt einfach Deinen Platz ein und Du kannst selbst schauen wo Du bleibst.


Das Geldsystem ist eigentlich schon vor Jahren jämmerlich krepiert, nur haben das bis jetzt die wenigsten bemerkt. Wir machen immer mehr Schulden und die Reichen werden reicher, während die Armen immer ärmer werden. Getrieben von Machtgelüsten und Profitgier gehen wir da über Leichen und nehmen die Menschen bis aufs letzte aus. Der globale Schuldenberg ist so gross, dass er niemals mehr zurück bezahlt werden kann - und es wird munter weiter das Geld aus dem Fenster geworfen...


Im Gesundheitssystem hat «Gesundheit» nicht viel Platz. Innerhalb von fünf Minuten wird eine Diagnose gestellt und das «passende» Medikament verschrieben. Geh nach Hause, friss dein Medikament und halt die Klappe. Für die Nebenwirkungen dieses Medikaments bekommst Du dann später weitere Medikamente. Es geht auch hier um Profit und Wirtschaftlichkeit.

Medikamente und Therapien die wesentlich mehr Geld einbringen werden verschrieben anstatt auf günstigere und gesündere Alternativen um zu steigen. Warum? Weil mehr Geld dafür verlangt werden kann.


In unser Sozialsystem werden jährlich Milliarden gebuttert! Trotzdem schaffen wir es nicht, dass unsere Renter - Menschen die ein Leben lang für uns gearbeitet und ihren Beitrag geleistet haben - ein anständiges Leben geniessen können. Schmarotzern wird das Leben finanziert während andere obdachlos und mittellos in der Gosse verschwinden. Zu wenig zum leben, zuviel um zu sterben.


Das Schulsystem hatte schon zu meiner Zeit nicht viel mit der Förderung eines Menschen zu tun gehabt. Man geht kaum auf die Stärken und Schwächen eines einzelnen ein. Fördert dessen Talente und unterstützt die Schwächeren. Es werden alle gleichgeschaltet und wer den hohen Anforderungen nicht genügt wird ausgemustert, ausgegrenzt oder mit Medikamenten ruhiggestellt. Man wird nicht fürs Leben fit gemacht, sondern für die Wirtschaft passend zurecht gestutzt.


Und was ich bei all diesen Systemen vermisse, in denen wir uns seit dem Tag unserer Geburt befinden, ist schlicht und ergreifend die Menschlichkeit!

Das Akzeptieren, dass wir alle anders und deswegen eben alle gleich sind. Die Förderung und die Möglichkeit, die Fähigkeiten und Talente jedes einzelnen zu fördern. Die Empathie und das Verständnis, dass nicht alle das gleiche leisten und erbringen können. Das aufeinander zugehen, anstatt uns weiter zu entfernen und zu spalten.

Wir konnten bis vor einem Jahr noch versuchen, uns diese Menschlichkeit zumindest im privaten Umfeld zu erhalten. Uns mit Menschen zu umgeben, die uns guttun. Oder wir konnten versuchen, unser eigenes Business aufzubauen, um es dort anders zu machen als alle anderen. Und genau das wird nun auch seit knapp einem Jahr zerstört. Die kleinen und eigenständigen werden in den Ruin getrieben und soziale Kontakte immer mehr eingeschränkt.


Meine Antwort ist also NEIN, ich will keinesfalls die «alte Normalität» zurück! Ich will unsere Menschlichkeit, unsere Einzigartigkeit und unsere Empathie zurück.

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